Vom Loser zum erfüllten Leben
- Details
- 2026-02-09 13:34:30
Karl Perhagen kommt nach einer schrecklichen Kindheit und einer noch schrecklicheren Ausbildungszeit als Kellner, was nicht sein Wunsch war, wozu er von seinem Stiefvater gezwungen wurde, zur Bundeswehr. Der Gedanke an die Bundeswehr bereitet ihm noch mehr Angst, denn er erinnert sich an furchtbare Geschichten, die man sich in seinerm Freundeskreis erzählte. Doch schnell stellen sich für ihn diese Horrorstories als falsch heraus. Im Gegenteil. Dort erfährt er zum ersten Mal, dass er etwas wert ist. Auch begegnet ihm hier zum ersten Mal in seinem Leben ehrliche Anerkennung für seine Leistungen. Denn sein oberster Vorgesetzter erkennt das in ihm verschüttete Potential. Er will etwas aus diesem jungen Mann machen und fördert ihn, wo er kann. Karl kann sein Glück kaum fassen. Ein einziges Mal lässt sich Karl von einem Freund zu einem Diskobesuch überreden. Normalerweise geht er nie in Diskos. Dort lernt er Angela kennen, einen siebzehnjährigen blonden Engel. War das Schicksal?
Es ist Liebe auf den ersten Blick. Angela wird seine große Liebe. Von seitens Angelas Vater schlägt ihm jedoch grenzenloser Hass und Verachtung entgegen. Karl versteht nicht, wieso. Ehe Karl sich versieht, hat Angela zum Trotz die Entscheidung getroffen, sich mit ihm zu verloben. Geschockt starrt er Angela an, fühlt sich von ihr überrumpelt. Doch schnell begreift er, warum Angela das sagt. Und plötzlich gefällt ihm dieser Gedanke. Er weiß, sie ist die Frau seines Lebens. Ihr Vater springt entsetzt auf und verlässt wütend den Raum. Angela schmiegt sich genüsslich an Karls Schulter. Die Mutter ist im ersten Moment sprachlos über ihre Tochter. Irgendwann ist Hochzeit und Karls Glück scheint wirklich kein Ende zu kennen. Als Angela schwanger wird, kann Karl all sein Glück kaum mehr fassen. Eine Tochter kommt zur Welt und Karl wird fast verrückt vor Glück.
Jedoch stirbt die kleine Nadine nur drei Monate später. Für Angela und Karl bricht die bis dahin heile Welt zusammen. Nun bekommt seine Glückssträhne den ersten Knick. Sein Vorgesetzter, der ihn immer gefördert, aber auch gefordert hat, wird nochmals befördert. Sein Nachfolger ist genau die Sorte Mensch, über die Karl vor der Bundeswehrzeit so viel schlechtes hörte. Eine weitere Dienstverlängerumng kommt deshalb für Karl nicht mehr in Frage. Doch als er die Bundeswher verlässt, findet er keinen Job in einem technischen Beruf, trotz all seiner Fortbildungen mit exellenten Abschlüssen. Dann wird ihm ein lukrativer Job in der Weinbranche angeboten. Aus der Not heraus nimmt er diesen Job an. Dann ruft plötzlich Peter, ein vermeintlicher Freund aus seiner Bundeswehrzeit an, der inzwischen Vertriebsleiter in einem Technologieunternehmen ist. Er bietet Karl einen Job in der EDV Abteilung an. Endlich in einem technischen Beruf angekommen, freut sich Karl riesig. Da ahnt er noch nicht, mit welchem Hintergedanken sein vermeintlicher Freund ihm den Job in der EDV-Abteilung anbietet.
Verena, eine Biologielaborantin aus Ulm, die in Kindertragen ständig Albträume quälen, wird von ihrer Mama wieder und wieder getröstet und in den Schlaf gestreichelt. Als sie zum Teenager heranwächst, verblassen langsam diese schrecklichen Träume, bis sie eines Tages ganz und gar verschwunden sind. Eines Tages taucht Christopher, ein gemeinsamer Freund auf und überredet Verena und Joe mit ihm in Slowenien Urlaub zu machen. Er will seine Exschwiegereltern besuchen, die ihn lieben wie ihren eigenen Sohn. Beide freuen sich auf diese Reise und hoffen viel besichtigen zu können, um dieses schöne Land kennenzulernen. Doch daraus wird nichts.
Schon in der zweiten Nacht, die sie im Hause der Schwiegereltern schlafen, wird Verena plötzlich wieder von einem immer wiederkehrenden Albtraum gequält, in dem ein unbekannter Mann sie anfleht, „sie zu retten“. Was als schöner Urlaub geplant war, mündet in einem Horrorfilm. Während einer Sightseeing-Tour, die Verena für einen Moment die schreckliche Nacht vergessen lässt, scheint sie eine unsichtbare Macht in ein abgelegenes, auf keiner Karte verzeichnetes Dorf zu führen. Schockiert erkennt Verena vieles aus ihrem Albtraum wieder. Neugierig geworden, will sie unbedingt weiterfahren, trotz eines Verbotsschilds am Waldrand. Joe gefällt das alles überhaupt nicht. Doch Verena ist plötzlich wie besessen davon, in dieses runtergekommene Dorf zu fahren.
Die Dorfbewohner reagieren feindselig, Fensterläden schließen sich, sobald sie vorbeifahren, eine alte Frau will sie warnen, das Dorf zu verlassen. Als sie ein verfallenes Gebäude betreten, erkennt Verena einiges wieder. Alles sieht aus, wie in ihrem Albtraum der letzten Nacht. Dann entdecken sie Spuren grausamer Folter. Als das Dorf aus Furcht verlassen wollen, will man sie daran hindern. Plötzlich geraten sie in Lebensgefahr, werden gejagt und können nur noch knapp entkommen.
Ein Helikopter und bewaffnete Männer verfolgen sie über die Grenze sogar nach Österreich. Stück für Stück wird klar, das Dorf verbirgt ein schreckliches Geheimnis, was man um jeden Preis schützen will. Verenas Visionen scheinen irgendwie mit ihrer Vergangenheit verknüpft zu sein. Sie spürt eine unheimliche Verbindung zu dem fremden Mann in ihrem Traum. Während ihrer Flucht nach Deutschland, erscheint ihr immer wieder dieser fremde Mann, der sie anfleht, sie zu retten, nur sie könne sie retten, ohne zu sagen von wem er spricht. Wann immer Verena während ihrer Flucht die Augen für einen Moment schließt, taucht dieser seltsame Mann auf. Dann steht plötzlich ein kleines Mädchen neben ihm, dem er zärtlich über den Kopf streichelt. In Gedanken schreit Verena, er solle ihr sagen, von wem er spricht. Doch dann sind die Bilder in ihrem Kopf wieder verschwunden.
Während Joe und Verena um ihr Leben fliehen, verstricken sich Vergangenheit und Gegenwart immer enger. Ein altes Kinderkleid, ein mysteriöses Paket, dass während ihrer Abwesenheit bei ihr Zuhause ankommt, wirft viele Fragen auf. Es geht scheinbar um Leben und Tod und um ein offensichtliches Familiengeheimnis.
Beginn eines Albtraums – Wenn aus einem Lebenstraum ein Albtraum wird.
📘
Eigentlich wollten Caren und Walter um die Welt segeln. Doch so lange ihre Tochter in der Ausbildung steckte, schoben sie ihren Traum immer weiter nach vorne, bis es zu spät war.
Beginn eines Albtraums ist eine autobiografische Erzählung von Caren Pott, die unter die Haut geht. Was als lang ersehnter Segeltörn in die Karibik beginnt – ein Traum von Freiheit, Meer und Abenteuer – wird auf der Insel Bonaire zum Wendepunkt ihres Lebens. Mit großer Offenheit schildert die Autorin, wie ein scheinbar idyllischer Morgen alles verändert: Einn Schlaganfall reißt ihren Mann Walter aus dem Leben, wie sie es kannten. Manchmal genügt ein einziger Augenblick, um ein ganzes Leben aus den Angeln zu heben.
Schonungslos ehrlich beschreibt die Autorin den Weg durch Angst, Hilflosigkeit und Hoffnung, aber auch durch Enttäuschung, innere Zerrissenheit und emotionale Grenzerfahrungen. Dabei geht es nicht nur um Krankheit, sondern um Liebe, Verantwortung und die Frage, wie viel ein Mensch ertragen kann oder muss, bevor er sich selbst verliert. Walter wurde ein anderer Mensch, den sie nicht mehr kannte. Nach siebenundzwanzig Jahren harmonischer Beziehung schlägt Caren plötzlich nur noch Feindseligkeit und Hass entgegen. Sie fragt sich, wann sie die Notbremse ziehen muss.
Beginn eines Albtraums ist eine wahre Geschichte, die Mut macht hinzusehen und die zeigt, dass Stärke oft dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet.
Ist meine Tochter eine Psychopathin?
Tatyana wächst behütet und in einem liebevollen Elternhaus auf. Das kann ich mit bestem Gewissen sagen. Kurz nach ihrem neunten Geburtstag ziehen wir mit ihr nach Südfrankreich, wo sie ein unbeschwertes, fröhliches und spannendes Leben führt. Sie lernt reiten, tritt einem Segelclub bei, probiert sich im Ballett, darf oft Freunde einladen oder wir nehmen ihre Freundinnen mit in den Urlaub auf unsere Segeltörns. Schon mit vier Jahren läuft sie Ski, genießt viele Freiheiten – vielleicht zu viele. Mehrfach segeln wir gemeinsam durch die karibische Inselwelt, reisen in zahlreiche Länder, besuchen in Florida Walt Disney World, Cape Canaveral und vieles mehr. Selbst den von ihr schon lange ersehnten Scooter, dessen Kauf wir eigentlich nicht für gutheißen wollten, ermöglichen wir ihr schließlich. Wieder einmal lassen wir uns breitquatschen. Das liebe Kind soll glücklich sein. Welch ein Irrtum.
Walter und ich stammen beide aus nicht ganz einfachen Verhältnissen, nämlich aus hektischen Geschäftshaushalten. Darum wollten wir unserer einzigen Tochter ein besseres, freieres Leben schenken, als wir es selbst hatten. Wir drei waren, so dachten wir zumindest, immer eine eingeschworene Gemeinschaft. Tatyana zeigte uns oft überschwänglich ihre Zuneigung – oder ließ es uns zumindest glauben.
Doch mit dem Eintritt ins Teenageralter verändert sie sich radikal. Plötzlich erkennen wir unser Kind kaum wieder. Sie widersetzt sich grundsätzlich allem, ist grundsätzlich konträr, dagegen, egal wogegen, Hauptsache dagegen. Mehr und mehr beginnt sie uns anzulügen, zu hintergehen und uns rücksichtslos auszunutzen. Schließlich erreicht ihr Verhalten einen Punkt, an dem sie beinahe die Karriere unserer Bankdirektorin in Frankreich ruiniert. Spätestens da ist das Maß ihrer Eskapaden und Unverschämtheiten endgültig voll – das Fass zum Überlaufen gebracht.