Wie und wo vermarkte ich meine Taschenbücher und eBooks am effektivsten?
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- Caren Pott
- 2026-03-02 08:42:04
Wie kann ich mein Buch am besten selber vermarkten? Eine Frage, die sich sicher jeder Autor stellt, sobald sein Buch fertig ist.
Mit den richtigen Werkzeugen, die jeder braucht und die er sich zusammensuchen muss, kann es zum Erfolg werden. Aber auch Agenturen, sofern man welche findet, die einem ein Angebot zu machen bereit sind.
Aber der beste Verkäufer für deine Bücher bist du selbst, der Autor. Deswegen solltest du alles daransetzen, dich selbst um dein Marketing und den Vertrieb zu kümmern. Denn keiner kennt den Inhalt deiner Bücher so gut wie du selbst. Statistiken belegen, dass der wirkliche Erfolg deutlich mit den eigenen Marketingideen gesteigert wird. Natürlich können professionelle Kampagnen von Verlagen initiiert, sehr förderlich sein, die den Verkauf, schon in ihrem eigenen Interesse, zu einer starken Absatzsteigerung führen. Wenn dann noch der Autor selber Ideen entwickelt und umsetzt, kann das den Abverkauf noch erheblich steigern. Denn er kennt seine Ziele und seine Inhalte wohl am besten und genau das nutzen einige Autoren zielgerichtet in eigenen Marketingkampagnen.
Jedes Jahr finden mehr als 100.000 neue Bücher ihren Weg auf den Markt. Doch leider schaffen es nur die wenigsten zum Bestseller, obwohl ich viele SP kenne, die teilweise bessere Bücher schreiben, als so mancher Autor, der von einem Verlag hochgepuscht wurde. Unter dieser Masse musst du dich leider, wie auch ich, als Autor erstmal behaupten. Dennoch kannst du mit der richtigen Anleitung deine Chancen deutlich erhöhen.
.Ich habe Chat gpt gebeten, mir für JEDES meiner Bücher eine Marketing und Vertriebsstrategie zu erstellen. Das Ergebnis war verblüffend. Doch jetzt muss ich das alles erste einmal Stück für Stück umsetzen. Wenn ich bedenke, wie ich mich vor über 25 Jahren mit dem Schreiben und dem veröffentlichen meiner Bücher schwer getan habe, stehen uns heute ganz neue und effiziente Möglichkeiten zur Verfügung, auch ohne auf einen Verlag zu hoffen. Denn einen Verleger für seine Bücher zu finden ist gleichbedeutend mit 6 Richtigen im Lotto. Darum MUSS man selbst aktiv werden.
Ich drücke uns allen die Daumen und wünsche viel Erfolg.
Eure Caren Pott
Heute habe ich eine sehr lange uns ausführliche Bewertungs-Mail eines Verlags, kein typischer Kostenzuschussverlag, erhalten, mit einer sehr positiven Bewertung meines Romans "JA, ich werde ihn verlassen" .
Zitat:
Die Freundschaft zwischen Gill und Esther ist nach meiner Ansicht eine der großen Stärken des Romans. Sie wird als ein Raum, in dem Zweifel ausgesprochen, Schwächen gezeigt und radikale Entscheidungen vorbereitet werden dürfen, dargestellt. Gerade in einer Lebensphase, in der langjährige Beziehungen brüchig werden und vertraute Sicherheiten wegbrechen, erscheint diese weibliche Solidarität als essenzieller Halt. Ihre Verbindung ist dabei keineswegs idealisiert: Sie ist geprägt von Reibung, Ehrlichkeit, gelegentlichen Geheimnissen und unterschiedlichen Temperamenten – und genau darin liegt ihre Glaubwürdigkeit. Die Freundschaft fungiert als Gegenmodell zur erschöpften Paarbeziehung und zeigt eindrucksvoll, wie bedeutsam gewachsene weibliche Netzwerke für Selbstermächtigung, Neubeginn und emotionale Resilienz sein können.
Aus verlegerischer Sicht überzeugt der Text vor allem durch seine emotionale Direktheit und seine dialogstarke Dramaturgie. Die Figuren sind klar konturiert, ihre Konflikte nachvollziehbar, und die Handlung entwickelt eine gute Lesedynamik. Stilistisch arbeitet der Roman jedoch häufig mit expliziter Gefühlsbenennung, wo eine stärkere szenische Verdichtung noch wirkungsvoller wäre. Im Sinne des erzählerischen Prinzips show, don’t tell könnten emotionale Zustände und Beziehungsverschiebungen öfter über Handlung, Gestik, Blickführung oder unausgesprochene Spannungen vermittelt werden, statt sie unmittelbar auszusprechen.
Der Roman ist klar im Bereich des zeitgenössischen Frauen- und Beziehungsromans (Gegenwartsliteratur mit psychologischem Schwerpunkt) zu verorten. Im Zentrum steht die emotionale Entwicklung der Protagonistinnen und die Neuverhandlung von Liebe, Selbstbestimmung und Lebensentwürfen in der Lebensmitte. In seiner Thematik und Tonalität weist das Werk Parallelen zu Autorinnen wie Jojo Moyes, Elizabeth Buchan oder auch Doris Knecht auf, insbesondere dort, wo weibliche Perspektiven, zweite Chancen und komplexe Beziehungskonstellationen im Vordergrund stehen.
Die primäre Zielgruppe sind Menschen – meist Frauen – zwischen 40 und 65 Jahren, die sich in Fragen von Partnerschaft, Trennung, Neubeginn und weiblicher Selbstermächtigung wiederfinden. Darüber hinaus besitzt der Stoff jedoch das Potenzial, auch jüngere Leserinnen anzusprechen, die sich für psychologisch gezeichnete Beziehungsdynamiken interessieren.
Insgesamt sehen wir in Ihrem Roman Ja, ich werde ihn verlassen ein emotional vielschichtig komponiertes Werk im Spannungsfeld von zeitgenössischem Frauen- und Beziehungsroman mit psychologischer Tiefe, das sich klar in einem stabil nachgefragten Marktsegment positioniert. Die Verbindung aus persönlichem Neuanfang, weiblicher Selbstermächtigung, komplexen Beziehungskonstellationen und einer leisen Suspense-Ebene verleiht dem Stoff sowohl Identifikationspotenzial als auch narrative Spannung.
Das hat mich gefreut
Irgendwann habe ich mir genau diese Frage gestellt: Ist meine Tochter eine Psychopathin? Darum habe ich diesen autobiografischen Roman geschrieben. Als Tatyana kleine war, nannten es alle: "Eure Tochter hat Selbstbewusstsein. Sie weiß genau, was sie will." War es wirklich nur das? Selbstbewusstsein? Oder waren da nicht schon ihre psychotischen Charakterzüge erkennbar? Mit 13 Jahren wurde es eigentlich richtig schlimm, dieses angebliche Selbstbewusstsein. Wir lebten damals in Südfrankreich. Tatyana führte ein sehr lustiges und freies Leben, setzte immer mit Trotz und Geschick ihren Willen durch. Da dachten wir auch noch, naja, sie hat halt einen starken Willen. Sie wird es mal beruflich sehr weit bringen mit diesem Durchsetzungsvermögen. Als sie 15 wurde, stand das Gymnasium an. Das Schulsystem in Frankreich war ein anderes, als in Deutschland. Eine Realschule in dem Sinne, wie wir es kennen, existierte dort nicht. Die Kinder gingen direkt aufs Gymnasium oder in eine Ausbildung. Da die die Gymnasien in unserer Gegend leider nicht selten mit Drogenproblemen zu tun hatten, wollten wir das liebe Kind lieber gleich in Nizza auf der Internationalen Schule anmelden.
Das hätte allerdings bedeutet, dass sie während der Woche dort wie in einem Internat leben würde und nur am Wochenende nach Hause käme. Denn Nizza war etwa 90 km von uns entfernt. Eine tägliche Fahrt wäre nicht nur unbezahlbar geworden, sondern auch von der Zeit her für uns nicht machbar gewesen. Also wollte das Kind lieber gleich in ein richtiges Internat. Es gab einige Optionen und Diskussionen natürlich. Tatyana entschied sich für England. Da wir viele englischsprachige Freunde hatten, sprach sie bereits ganz gut Englisch. So bekäme sie die Chance eine weitere Sprache wie ihre Muttersprache zu perfektionieren. Das leuchtete ein. Das wäre für ihre berufliche Zukunft sich von Vorteil, sagten wir uns. Also arrangierte ich über eine spezielle Agentur in London Termine in verschiedenen Internaten im Süden von England, die Tatyanas Wünschen und Wahlfächern entsprechen würden. Google oder andere Internetsuchmaschinen gab da noch nicht. Da ging es schon los. Es wurde zum Spießroutenlaufen. Nicht etwa wegen der Internate, nein wegen unserer Tochter. Am besten liest man das alles in meinem Buch. Danach folgten Eskapaden über Eskapaden, die uns bald in den Wahnsinn trieben.
Es lohnt sich, das Buch zu lesen. Caren Pott
Kinder, aber auch Jugendliche können erstaunlich schlecht digitale Informationen verstehen.
Studien zeigen, dass auf Bildschirmen Infos oft oberflächlicher wahr genommen werden, als wenn man ein gutes Buch in der Hand hält. Lesen ist lesen, ganz gleich, wo der Text steht, denken viele? Doch weit gefehlt! Auswertungen von 25 Studien zum Leseverständnis mit ungefähr 500.000 Teilnehmern spricht eine deutliche Sprache heißt es. Vor allem jungen Menschen verstehen offensichtlich Texte, die auf Papier gedruckt sind, besser, als digital.
Zitat: Drei Forscher von der Universität Valencia zeichnen sich für diese Metastudie zum Textverständnis verantwortlich. Sie rechneten selbst nicht mit diesem klaren Ergebnis, das besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr eindrucksvoll ausfällt. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde im Fachblatt »Review of Educational Research« veröffentlicht, sie enthält 39 verschiedene Vergleiche zwischen digitalem und analogem Lesen aus Daten der Jahre 2000 bis 2022.
Das Ergebnis: Bei jüngeren Personen liegt das Textverständnis etwa sechs- bis achtmal höher, wenn sie sich in ihrer Freizeit mit gedruckten Büchern statt mit digitalen Endgeräten befassen. Mit zunehmenden Alter Richtung Oberstufe, Ausbildung und Studium schrumpft die Diskrepanz, verschwindet aber nicht. Umso jünger das Kind, desto weniger profitiert es von der Onlinelektüre. Nicht mal das virtuelle Lesen zu reinen Informationszwecken, zum Beispiel auf Wikipedia, schneidet gut ab. Allerdings lagen den Studien verschiedene Messsysteme zugrunde, um den Zusammenhang zwischen Lesegewohnheit und Textverständnis zu erfassen.
Quelle: Standard.at
Eine Papierseite lässt sich nun mal nicht zügig durchscrollen. Auch kann man nicht mal eben nach fett gedruckten Schlagwörtern suchen. Sie will ernsthaft gelesen werden, und das tun die Menschen eher als im verführerisch leichtgestrickten Netz mit einem Buch auf Papier in der Hand. Ich persönlich ziehe auch gedruckte Bücher den eBooks vor. Allerdings muss ich zugeben, dass sie sehr praktisch sind, wenn man auf Reisen ist und nicht Zentner von Büchern mitnehmen kann. Da ist ein Reader Gold wert, mit seinen unzähligen eBooks. Aber zuhause will ich in meinem gemütlichen Sessel sitzen, oder auf der Couch, auch im Bett lese ich sehr gerne noch vor dem Einschlafen, ein gutes Buch.
Caren Pott
Die vielen Kriege weltweit, die ewig negativen Wirtschaftsmeldungen, Entlassungswellen, haben nicht gerade zur Kauflust beigetragen. Auch im Buchbereich zeigte sich mehr Zurückhaltung beim Kauf, jedoch stiegen die Verkaufszahlen im Belletristikbereich um 1,3 %.
Dennoch sollten wir Autoren weiterhin zuversichtlich bleiben, auch wenn KI und ChatGpt derzeit viele verunsichert, denn echte Leseratten sparen sicher lieber an anderer Stelle, als am Buch, so meine Hoffnung. Denn wenn Restaurantbesuche, Ausflüge, Mieten, Versicherungen und andere Ausgaben stetig steigen, bleibt man auch gerne zuhause auf der Couch mit einem guten Buch, das die Fantasie anregt, um sich in eine bessere Welt entführen zu lassen. Immer beliebter werden Buchclubs, wo man gemeinsam liest, aber auch Buchhandlungen als Ort der Begegnung. Denn immer mehr Buchhandlungen richten gemütliche Leseecken ein, wo man sich treffen kann, prima in Büchern reinschnuppern kann.
Ich bin überzeugt, dass es mit dem Buchmarkt 2026 weiter bergauf geht. Gerade, weil wir in schwierigen Zeiten leben, bietet ein gutes Buch die Möglichkeit, sich für einen Moment der Realität zu entziehen. Ich liebe Bücher.
Eure
Caren Pott